Bögen spielten vor Tausenden von Jahren eine große Rolle in der menschlichen Geschichte. Das Bogenschießen ist zwischen 150 000 und 50 000 Jahre alt und wird seit der Steinzeit angewendet. Beweise hierfür sind Funde von Pfeilspitzen aus Horn, Stein oder Knochen. Mit dem Bogen entdeckten die Steinzeitmenschen eine neue Methode Fleisch zu beschaffen und sich gegen natürliche Feinde zu wehren. Es war weitaus bequemer und ungefährlicher als mit Keule und Speer.
Der Bogen konnte nicht nur in Australien den Speer verdrängen, sondern wurde auch in Ägypten, Persien, Griechenland, Babylon, China, Israel, Rom und in der Mongolei sehr wichtig. In Japan z. B. wurde eine einzigartige Bogenschießtradition ins Leben gerufen. Das eigenartige Aussehen dieser Waffe hat sich über Jahrtausende nicht verändert. Doch das außergewöhnlichste an diesem Bogen ist der Griff, der nicht wie üblich in der Mitte des Bogens, sondern weiter unten, bei etwa zwei Dritteln der Bogenlänge liegt.
Frühere Kulturen: Die ersten Waffen des prähistorischen Menschen waren Keule und Speer. Der Menschen lebt vom jagen und jagte um zu leben. Mit dem Bogen hatte er nun das Gerät, das durch mechanische Kraft betrieben wurde.
Heutige Kulturen: Das Bogenschießen ist heutzutage nicht mehr so wichtig sondern dient nur als Freizeitbeschäftigung. In Kanada und den USA ist en sogar als . Jagdwaffe erlaubt.
Entwicklung des Bogensports in Deutschland: 1930 wurde der 1. Bogensportclub gegründet, "Die Hamburger Schützengilde". Davor waren es nur wenige Individualisten gewesen die den Sport ausübten. Sie schossen in Kiesgruben auf Heuballen. 1953 fand ein bedeutender Wandel statt. Die Bogenschützen wurden 1954 in den Deutschen Schützenbund aufgenommen. Die Olympischen Spiele 1972 in Deutschland lösten einen starken Rutsch zum Bogensport aus. Danach wurde damit begonnen, die richtige Aufbau und Beherrschungsarbeit zu optimieren. 197 1 wurden die Deutschen Europameister. Bei der Olympiade 1996 belegte die Damenmannschaft Platz zwei, 2000 belegten sie Platz drei. Heute gibt es in Deutschland rund 30 000 Profi und unzählige Hobbyschützen.
Die drei Gefragtesten Bögen
Langbogen: Er unterscheidet sich kaum von den Bögen des Mittelalters, ist aber auch nicht so exakt wie ein moderner Bogen, denn er hat kein Visier. Die meisten Langbögen werden aus Eibe, Akazie und Osagenholz hergestellt.
Recurve Bogen: Als Vorlage dienen Asiatische Bögen. Die Pfeile fliegen schneller und exakter und er hat ein Visier. Er ist der in Deutschland am meisten verwendete Bogen.
Compound-Bogen: Erlaubt sind bei diesem Bogen im Gegensatz zum Recurve Bogen eine Wasserwage und eine Vergrößerungslinse im Visier, eine mechanische Abschusshilfe (Release) und ein Loch oder Ring in der Sehne zum durchsehen (peep side). Der Compound- Bogen ist am Anfang schwer zu spannen, wird jedoch hinten durch Laschenzüge erleichtert.